25 Jahre Europäische Elternvereinigung (EPA)
Offizielle Anerkennung der Europäischen Kommission
Am vergangenen Wochenende trafen Elternrepräsentanten aus 21 Ländern in Mailand zusammen, um das Jubiläum der EPA (European Parents Association) zu feiern und gemeinsam Pläne für die Zukunft zu schmieden. Liechtenstein wurde bei diesem europäischen Anlass von den Vertretern des Dachverbandes der Elternvereinigungen der liechtensteinischen Schulen (DEV), Bärbel und Tony Stockwell, vertreten.
Foto: Bärbel Stockwell mit Roberta Angelilli, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission
Gründung 1985
Alles, was in der Geschichte der EPA Rang und Namen hat, war anwesend. So erinnerte der erste Präsident der EPA, Mario Viscovi, mit Fotos und kleinen Anekdoten an die Gründungskonferenz in Mailand im Jahre 1985. Damals war Elternvertretung auf gesamteuropäischer Basis absolutes Neuland. Er schloss mit den Lobesworten „Ich gratuliere mir selbst und allen meinen Nachfolgern zu der erstaunlichen Leistung, die wir in den letzten 25 Jahren erbracht haben."
EPA verleiht Eltern eine starke Stimme
Auch Ralf Rahders wusste als langjähriges Mitglied der Europäischen Kommission über die Hochs und Tiefs und das unablässige Engagement der EPA zu berichten: „EPA verleiht europäischen Eltern eine starke Stimme. EPA hat in den letzten beiden Jahrzehnten immer wieder eine anhaltende und mitreissende Kompetenz unter Beweis gestellt."
Roberta Angelilli, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, unterstrich das wachsende Bestreben der Europäischen Union, Eltern vermehrt am Bildungsprozess zu beteiligen und hob auch hervor, dass die EU in den nächsten Jahren ihr Augenmerk vermehrt auf die Primarschulen richten wird, weil hier die Grundsteine der Ausbildung gelegt werden.
Praxisbezogene Schulprojekte
Es gab aber nicht nur Worte des Lobs von offizieller Seite, sondern auch inspirierende Präsentationen von Elternvertretern zu praxisbezogenen Schulprojekten. So stellte die Elternvertreterin aus Irland gemeinsam mit dem Präsident der Primarschullehrervereinigung ein Papier vor, das in den letzten beiden Jahren von beiden Parteien ausgearbeitet wurde und ganz konkret alle Wirkungskreise, Rechte und Pflichten beim Namen nennt, die in der Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern wichtig sind. Dieses Dokument ist ab sofort verpflichtender Bestandteil aller Primarschulen in Irland.
Weitere Präsentationen befassten sich mit den folgenden Themen: Migranten, Nichtrauchen, Elternmitwirkung, Ernährung, Bewegung und seelische Gesundheit. Der Präsident der EPA, Johannes Theiner, schloss die Konferenz mit den besten Wünschen für die nächsten 25 Jahre.
Bärbel und Tony Stockwell haben anlässlich dieser Jubiläumsveranstaltung abermals die Erfahrung machen dürfen, wie wichtig alle diese Themen auch für Liechtensteins Bestrebungen sind, die Eltern aktiver am Bildungsleben des Landes teilnehmen zu lassen.
Liechtenstein Konferenz 2012
Im Jahr 2012 wird Liechtenstein als Gastgeberland die europäischen Elternvertreter zu einer Konferenz einladen. Der DEV befürwortet dieses Event und begrüsst es als ideale Plattform zur Präsentation des Themas Elternmitwirkung im Land und freut sich auf die Gelegenheit, vielen Eltern und Elternvertretern die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zu geben. Gleichzeitig stärkt diese Veranstaltung das Image Liechtensteins in Europa und stellt somit eine Bereicherung für alle da.



